GEOSON GmbH

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Geologische und Geophysikalische Untersuchungen

Baustrukturerkundung und Metallobjekt-/Bombenblindgängerortung mittels aktiver Zeitbereichselektromagnetik (TDEM)

Mit dem geophysikalischen Potentialverfahren der Zeitbereichseletromagnetik (TDEM = Time Domain Elektromagnetik) erfolgt eine induktive Anregung räumlich begrenzter Untergrundbereiche. Die verursachten sekundären Magnetfelder werden im Empfänger als elektrische Spannungen im zeitlichen Verlauf, als sog. transiente Spannungen, gemessen. Mit fortschreitender Zeit werden zunehmende Tiefenwirkungen im Untergrund registriert.

Als aktives magnetisches Verfahren bietet die TDEM-Technologie den Vorteil, dass auch in schwierigem, anthropogen gestörtem Umfeld gearbeitet werden kann. Zielführende Datenakquisitionen können bis zu einem gewissen Grad auch bei eisenhaltigen Gesteinen (z.B. Basaltpflaster) und anthropogenen Auffüllungen (Bauschutt) durchgeführt werden. Bei Zäunen, Spundwänden, Baustrukturen, Rohrleitungen, Gleiskörpern o.ä. können auswertbare Datenaufnahmen und damit belastbare Aussagen bis dicht an diese Störobjekte heran erfolgen. Das Grundwasser stellt keine Behinderung dar.

Die Sondierungen sind dabei zerstörungsfrei, d.h. nicht in den Untergrund eingreifend. Daher kann auch in kontaminierten Flächen (Altlastenverdachtsflächen, Schadensfällen o.ä.) und baugrundtechnisch sensiblen Bereichen (Deichen, befestigten Flächen, konsolidierten Baufeldern o.ä.) gearbeitet werden. Aufgrund des relativ schnellen Messfortschritts können, beispielsweise auf Verkehrsflächen, langwierige Sperrungen vermeiden werden.

Die erreichbaren Erkundungstiefen hängen dabei maßgeblich vom Verhältnis der Größe des zu erkundenden Objekts oder Objektbereichs zur Überdeckungsmächtigkeit ab. Durch zeitliche Diskreditierung einzelner Spannungsantworten wird eine vertikale Auflösung nach sog. Pseudotiefen und damit eine Tiefenabschätzung möglich.

=> Referenzen TDEM-Untersuchungen [pdf, 53 KB]


Baustrukturerkundung mittels TDEM

Oberflächengeopysikalische Untersuchungen mittels Zeitbereichselektromagnetik (TDEM) zur Baustrukturerkundungen werden typischerweise als kommentierte Anomalienpläne visualisiert (s. Abb. 1). Passend zum Untersuchungsziel werden Systemeinstellungen, Spulentypen und Meßdesigns konfiguriert.

=> TDEM Baustrukturerkundung Bunker WK II Kiel 2009 [pdf, 0.7 MB]

 

Abb. 1: Ergebnisdarstellung der Lageerkundung eines unterirdischen Bunkers in Form eines Niveauplans der transienter Spannungen


Metallobjekt- und Kampfmittelortung

 

Mit dem EM61-MK2HP hat Geonics ein TDEM-System mit erhöhter Leistung auf den Markt gebracht, womit grundsätzlich statische Tiefenerkundungen größer 5m auf kleinem Raum von der Oberfläche aus möglich sind.

Das komplette Re-Engineering beim MK2HP umfasst neben der Anhebung der Senderleistung auch die Verbesserung der Abstimmung des Empfängersystems. Die auf die Senderleistung normierten relativen Signalstärken liegen danach deutlich über denen der vorausgegangenen Geräteversionen.

GEOSON verfügt über langjährige Erfahrungen in der Metalldetektion und Bombenblindgängerortung. Die Bezeichnung QM61HP umfasst eine Reihe von Modifikationen, sowohl in der Datenakquisition als auch im nachgelagerten Processing, die die Qualität der Detektionsergebnisse wesentlich steigert (s. Abb. 2).

=> TDEM Brandbombenblindgänger Kiel 2007 [pdf, 293 KB]

Metallobjekt- und Kampfmittelortung

Abb. 2: Analyseplots eines Bombenblindgängers 500 lbs in einer Tiefe von 5,8 m u. GOK (Bombenschwerpunkt) mit überlagernden Munitionskleinteilen


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